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Fledermäuse brauchen Hilfe, wenn sie ...

  • ihr Quartier verlieren (z.B. durch Baumaßnahmen oder Naturgewalten)
  • tagsüber ODER bei Temperaturen unter 0° Grad gesichtet werden, irgendwo hängend, herumkrabbelnd oder liegend
  • Katzenkontakt hatten
  • verletzt sind
  • vom Entwicklungsstand noch nicht von ihrer Mutter getrennt sein sollten
  • ACHTUNG: Wenn Fledermäuse sehr geschwächt sind, fallen sie in einen totenähnlichen Zustand. Ihr Bewusstsein ist dabei aktiv, ihr Stoffwechsel wird allerdings auf ein Minimum heruntergefahren. Laien denken oft, die Fledermaus sei tot.

 

ERSTE HILFE:

  • Wärmen, wenn ausgekühlt!
  • Jungtiere benötigen eine Wärmequelle ( Wärmflasche/mit warmen Wasser gefüllte PET Flasche)

 

SICHERUNG & TRANSPORT:

  • Vorsichtig mit einem Handtuch greifen (Tier komplett umfassen) oder mit Handschuhen, in denen man noch Gefühl hat, um das Tier nicht aus Versehen zu verletzen. 
  • Idealerweise in einem Leinenbeutel oder aus einem aus Baumwolle transportieren! So kann das Tier sich festhalten und wird nicht unnötig in zusätzliche Panik versetzt.
  • Ansonsten in einen Karton unterbringen, welches mit einem nicht fasrigem Tuch ausgelegt ist.
  • Fundtiere im Winter immer in einem nicht beheiztem Raum unterstellen

 

 

 

 

 

 

 

 

Eichhörnchen brauchen Hilfe, wenn sie...

  • noch jung sind und Ihnen hinterlaufen oder gar an Ihrem Bein hochklettert!
  • es hilflos am Boden sitzt oder liegt
  • verletzt ist
  • Katzen -oder Hundekontakt hatte

 

Eichhörnchen haben keine übertragbaren Krankheiten - vor allem KEINE Tollwut!

WICHTIG: Bei einem verletzten adulten Tier ist es angebracht, geeignete Handschuhe zu tragen oder es mit der Jacke oder einem Handtuch aufzunehmen. Das panische Tier könnte aus Angst und Schmerzen beißen.

 

WÄRMEN & BEOBACHTEN

Viele Eichhörnchenbabys werden von der Mutter zurückgeholt. Entgegen der landläufigen Meinung lehnt die Mutter es nicht aufgrund des menschlichen Geruchs ab!

Sie wissen sogar, wo die Mutter oder der Kobel ist? Bitte zeitnah eine Rückführung versuchen! Wichtig ist nur, dass das Tier warm ist! Muttertiere holen unterkühlte Jungtiere nicht zurück! Also unbedingt aufwärmen! Auch im Sommer! Am schnellsten und überall geht dies mit der eigenen Körperwärme! 

Alle lebenserhaltenden Körperfunktionen sind von der „normalen“ Körpertemperatur abhängig. Findelkinder sterben oft an Unterkühlung, da sie ihre eigene Körpertemperatur noch nicht konstant halten bzw. regeln können. Auch wenn die Lufttemperatur sommerlich warm ist, sind geschwächte oder sehr kleine Tiere schnell völlig ausgekühlt.

 

NIEMALS!!!

Bitte das gefundene Tier NICHT füttern! Wird ein stark geschwächtes Tier sofort mit Milch oder ähnlichem gefüttert, wird es durch die einsetzende Verdauung noch mehr geschwächt - dies kann zu Krämpfen bis hin zum Kreislaufzusammenbruch führen.

 

GESCHWISTER SUCHEN 

Bitte vergewissern Sie sich daher genau, ob sich am Fundort nicht noch weitere Jungtiere aufhalten.

 

 

 

Feldhase oder Kaninchen? 

 

Kaninchen:

  • werden nackt und blind im Bau geboren
  • sind recht hilflos
  • werden in kurzen Abständen gesäugt
  • sind Nesthocker
MERKMALE:
  • braune Knopfaugen
  • gleichmäßiges Fell
  • einfarbige Ohrhinterseite

 

Feldhase:

  • kommen mit Fell und offenen Augen draußen in Sassen zur Welt
  • sind relativ selbständig
  • werden nur 1-2x am Tag gesäugt
  • sind Platzhocker

MERKMALE:

  • bernsteinfarbene Iris deutlich von Pupille zu unterscheiden
  • Fell stichelhaarig
  • dunkles Dreieck an Ohrhinterseite

 

Hilfe wird benötigt, wenn...

  • Durchfall
  • Verletzung
  • verklebtes Fell
  • trübe Augen
  • Fliegeneier ( diese müssen dringend abgelesen werden!)
  • von Krähen attakiert
  • von Katze gebracht

 

Falls ein Feldhasenkind an einem ungünstigen Ort sitzen sollte, kann dieser um 2-5 m vom Fundort entfernt umgesetzt werden. Bitte nur mit Grasbüscheln umsetzen und danach mit Erde oder Gras abreiben.

 

 

 

Rehkitze

Ebenso wie Feldhasenbabys werden auch immer wieder KITZE "gerettet", ohne in einer Notlage gewesen zu sein!

Tierliebe Menschen finden ein einzelnes Baby am Wegesrand, haben Mitleid mit dem "hilfebedürftigen" Geschöpf und nehmen es mit.

Das ist leider FALSCH

Rehkitze werden von ihren Müttern nämlich bewusst abseits abgelegt, um keine Feinde aufmerksam zu machen. Die Ricken stehen normalerweise nicht weit entfernt.

 
 

Korrektes Vorgehen bei einem vermeintlichen Fund eines hilfsbedürftigen Kitzes:

  1. Einschätzen:
    • Ist es in akuter Gefahr? (schreit, läuft herum, offensichtliche Verletzung, in Seitenlage, in Zaun verfangen) 
    • Ist es evtl. hilfebedürftig? (ungünstiger Ort)
  2. umgehende Meldung bei der nächstgelegenen Wildtierstation (am besten sofort mit Foto/ Video)! Anweisungen befolgen!
  3. Falls das Tier in akuter Notlage vom Fundort entfernt werden musste: Meldung des Fundes beim zuständigen Jagdausübungsberechtigten. Bitte um Freigabe an Wildtierstation!

 

 


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