Tipps zum Umgang mit jungen Wildtieren


Frühlingszeit-Tierkinderzeit. Und genau zu dieser Zeit werden oft vermeintlich-verwaiste Tierkinder wie Vögel, Kaninchen und Rehkitze gefunden. Doch brauchen diese wirklich menschliche Hilfe?

 

Jungvögel:

Oft wird geglaubt, dass Vögelchen Hansi aus dem Nest gefallen ist und nicht mehr von seiner Mutter versorgt wird. Das ist zu 99 % falsch. Es kommt oft vor, dass junge Vogelkinder aus dem Nest fallen, jedoch weiss Mutter Vogel bescheid, wo sich ihr Junges aufhält und versorgt dieses so lange, bis es eigenständig ist.

Vogelkinder, die in menschlicher Obhut grossgeworden sind, haben es oft nicht leicht sich wieder in Freiheit einzugliedern. Oft bedeutet die Mitnahme eines Vogelkindes sogar dessen Tod, wenn der Finder vor allem versucht, sich als Mutter zu behaupten. Falsches Futter ist die Todesursache Nummer Eins.

Falls Sie sich nicht sicher sind, ob die Vogelmutter noch da ist, sollten Sie abwarten. Aber bitte in weiter Ferne, denn sonst vertreiben Sie das Muttertier, welches in unmittelbarer Nähe das Geschehen beobachtet.

Falls Sie doch ein Vogelkind mitnehmen,  führen Sie bitte keine Fütterungsversuche durch, sondern bringen Sie das Vogelkind zur nächstgelegenen Vogelhilfe oder Wildtierhilfe.

 

Junge Säugetiere:

Reh, Kaninchen, Hase, Fuchs und Co. werden oft alleine gelassen, denn die Mütter entfernen sich öfter, um selbst Nahrung für sich zu suchen oder um das Versteck der Jungen durch ihre Anwesenheit nicht zu verraten. Ricke und Kitz finden durch Rufe wieder zueinander. Dies sind also keine Angstschreie.

Auch hier sollte die tierische Situation genau beobachtet und abgewogen werden, denn eine Aufzucht von z.B. Rehkitzen erweist sich als schwer.

Rehkitz und Co. sollten nicht von Ihnen grossgezogen werden, sondern gehören in erfahrene Hände. Bitte bedenken Sie, dass solche Tiere Sozialkontakt zu Artgenossen brauchen und diese wieder ausgewildert werden müssen und dafür ein gewisses Training benötigen.

Um den Alttier keine Angst einzujagen, sollten Sie solche Fellbündel aus weiter Ferne beobachten und zwar über einen längeren Zeitraum. Je scheuer ein Tier, desto mehr Geduld brauchen Sie. Gehen Sie lieber nach Hause und schauen Sie 3 h später nochmal vorbei. Falls Sie sich nicht sicher sind, rufen Sie mich bitte an und ich werde mir die Situation vor Ort anschauen.

Rufe Sie auf keinen Fall einen Jäger an, denn so schwinden die Überlebenschancen für Ihr Findelkind drastisch.

Wildtiere, die zu den jagdbaren Tieren gehören, haben in Jägerhand kaum eine Überlebenschance.  Füchse sind besonders davon betroffen, da Füchse immer noch als "Beutekonkurrenten" der Jäger zählen und deswegen gnadenlos verfolgt und grausam getötet werden. Und Welpen sind da keine Ausnahme. Mehr erfahren Sie unter "Fuchs".

 

 


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